Die erwartetet Niederlage trübt die Stimmung nicht

K800 Moritz1Die Turner des VfL Kirchheim haben zum Abschluss ihrer erfolgreichen Saison in der dritten Liga die erwartete Niederlage (13:50) gegen den TSV Grötzingen/Karlsruhe einstecken müssen. Die aktuell wohl stärkste Mannschaft der Liga dominierte das Geschehen und setzte guten Kirchheimer Übungen fast immer noch bessere dagegen.

Kirchheim. Nur eine äußerst knappe Niederlage hatte sich der TSV Grötzingen bislang geleistet – gegen Exquisa Oberbayern verloren die Badener mit nur zwei Score-Punkten Rückstand. Dass sie in Kirchheim nichts mehr anbrennen lassen wollten, um Platz zwei zu behaupten, hatten sie schon vor der Begegnung angekündigt. Darauf zu hoffen, unterschätzt zu werden, mussten die Kirchheimer Turner also nicht. Schließlich hatte der VfL auch schon Exquisa Oberbayern in eigener Halle unter Druck gesetzt.

Konzentriert und sicher machte Marcus Bay am Boden den Auftakt, doch Routinier Lazar Bratan nahm im drei Score-Punkte ab. Zwei verlor Dominik Weber, wiederum drei der erstmals in diesem Jahr eingesetzte Simon Schlick. Simon Paul hatte mehr Glück, ergatterte einen Punkt, aber die Kräfteverhältnisse waren klargerückt, der TSV lag mit 8:1 vorne.

Gleichauf lag das Quartett Moritz Pohl, Dominik Weber, Julian Hausch und ein an diesem Tag souverän turnender Marcus Bay mit ihren Gegnern. Mit 6:6 Punkten teilte man sich die Wertung am Pauschenpferd. Wieder tolle Übungen von Marius Brenner, Julian Hausch, Moritz Pohl und Marcus Bay, doch nur drei Score-Punkte waren der Lohn, sechs hatten dagegen die Gäste ergattert. Eine Nullnummer für die Heimmannschaft dann am Sprungtisch – Grötzingen/Karlsruhe zeigte fast durchweg Sprünge mit höherem Schwierigkeitsgrad. Marius Brenner, Marcus Bay, Simon Paul und Manuel Halbisch hatten das Nachsehen.

Am Barren gelang nur Marcus Bay ein Dreier. Simon Paul, Julian Hausch und Moritz Pohl gingen leer aus. Am Reck standen Nico Hofmann, Julian Hausch, Moritz Pohl und Marcus Bay ohne Punkte da. Punkt um Punkt hatten die Badener gehamstert, 50:13 lautete das Endergebnis zugunsten der Gäste, das über den tatsächlichen Leistungsstand hinwegtäuscht: Oftmals lagen nur wenige Zehntel zwischen den Duellanten.

Trotz der deutlichen Niederlage war man im Kirchheimer Lager zufrieden. Vier Siege, drei Niederlagen, damit die beste Mannschaft ohne zugekaufte Kräfte, diese Bilanz kann sich sehen lassen. Mit dem ungefährdeten vierten Platz hinter Exquisa Oberbayern, TSV Grötzingen/Karlsruhe und TG Allgäu war auch Coach Matthias Pohl zufrieden.

Weiteres Highlight: In der Top-Scorer-Liste der Saison hat sich Marcus Bay auf Rang drei geschoben. „Das Konzept, um den Stamm der Mannschaft Simon Paul, Moritz Pohl, Marcus Bay, Julian Hausch und Dominik Weber eigene Nachwuchskräfte und Talente aus der Region einzusetzen, hat sich ausgezahlt“, sieht der Trainer das Team auf dem richtigen Weg.

Heiko Paul/Teckbote

Die Endtabelle:

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