Erst Stuttgart, dann Moskau.

Felix Pohl vom VfL Kirchheim hat die Wettkampfsaison mit der Teilnahme am Voronin-Cup in Moskau beendet – und mit glänzendem Abschneiden: Im Barrenfinale holte er Silber. Außerdem belegte er mit 77,50 Punkten im Sechskampf hinter den japanischen und russischen Junioren Platz acht.

1QWC0394Für den Deutschen Turnerbund (DTB) flogen für die Junioren VfL-Turner Felix Pohl sowie Waldemar Eichhorn (TG Saar) für die Aktiven zum Traditionsturnier Voronin-Cup nach Russland. Für Felix Pohl war es nach der Teilnahme am DTB-Pokal der zweite internationale Wettkampf innerhalb von fünf Tagen und damit eine weitere gute Gelegenheit, Wettkampferfahrung zu sammeln. Auch wenn die Mannschaft des schwäbischen Turnerbundes mit den WM-Teilnehmern Sebastian Krimmer, Sascha Palgen, Christian Auer und Felix Pohl in der Team-Challenge in Stuttgart über den letzten Platz des mit 13 Teams aus 12 Nationen besetzten Wettkampfes nicht hinauskam, war der 17-jährige Kirchheimer bei seinem ersten Aktiven-Auftritt sehr zufrieden gewesen.

Während er in Stuttgart in der STB-Mannschaft fünf Geräte turnte, stand in Moskau ein Kür-Sechskampf als Einzelwertung auf dem Programm. Moskau empfing über 30 Jugendturner aus zehn verschiedenen Nationen. Insbesondere die osteuropäischen Nationen schicken immer ihre hoffnungsvollen Nachwuchstalente zum Voronin-Cup.

An seinem aktuellen Lieblingsgerät Reck zeigte Felix Pohl erneut eine schwierige und saubere Übung, die mit 13,40 Punkten bewertet wurde. Dabei gelangen alle drei Flugteile mit Bravour. Am Boden setzte er seinen guten Start fort und erturnte mit einer Dreifach-Schraube als Abschlussbahn eine 13,70. Allerdings konnte Pohl den Schwung nicht mit an das Pauschenpferd nehmen. Hier musste er das Gerät ein Mal verlassen und wurde dafür mit 11,10 Punkten hart bestraft.

An den Ringen gelangen ihm im Gegensatz zu Stuttgart die Kraftteile besser, sodass eine 13,20-Wertung zu Buche stand. Hohe Abzüge musste der VfL-Turner am Sprung in Kauf nehmen, da er seinen Tsukahara mit doppelter Schraube nicht in den Stand turnte und nur 12,40 Punkte erhielt. Beim abschließenden Barrenturnen zeigte er wieder eine sichere Übung und sicherte sich nochmals eine 13,40-Wertung.

Mit 77,50 Punkten belegte er einen guten achten Platz. Landestrainer Klaus Nigl fasst das Resultat so zusammen: „Ohne die beiden Absteiger wären heute 80,00 Punkte möglich gewesen. Das wird für 2014 unsere Zielmarke sein.“ Bei den anstehenden Gerätefinals war Pohl am Barren noch einen Tick stärker und belegte mit 13,55 Punkten den zweiten Platz hinter dem Vertreter aus Japan und vor dem besten russischen Turner.

M. Pohl